HObAS e. V.
Hilfe für Opfer bei Anonymer Spurensicherung -                                                       Hilfe für Opfer sexualisierter Gewalt und Prävention

Den Grundstein für die Einführung der Anonymen Spurensicherung im Kreis Düren legten 2009 Nicole Savelsberg, Kreisgesundheitsamt Düren und Sigrid Bergsch. Es wurden Kontakte geknüpft zu Krankenhäusern in Düren und Jülich, zur Staatsanwaltschaft Aachen, WIESO Aachen und über Charly Krämer zur Kreispolizeibehörde Düren. Mit dem Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen wurde die Anonyme Spurensicherung 2010 in Düren installiert. Die Spuren wurden bei der Polizei in Düren gelagert. Als diese Lagerungsmöglichkeit abgelöst wurde von der Rechtsmedizin Köln, wurde der Verein HObAS e. V. 2012 gegründet, um die Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat im Kreis Düren zu organisieren und zu finanzieren. Dies geschieht inzwischen durch Kooperationen des Runden Tischs gegen Gewalt an Frauen des Kreises Düren, vertreten durch Andrea Kenter (HObAS e. V. ist Mitglied des Runden Tischs gegen Gewalt an Frauen des Kreises Düren)  mit dem Krankenhaus Düren gem. GmbH, der Kinderklinik und dem Marienhospital sowie mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Kosten, die der Verein in der Vergangenheit übernommen hat und übernimmt:

  • Kurierdienst (Die Spuren und Proben müssen gekühlt zur Rechtsmedizin nach Köln gefahren werden)
  • Untersuchungskosten 
  • Plakat- und Flyerdruck
  • Miete
  • Referentinnen* für Ärztefortbildungen
  • Spurensicherungssets und Dokumentationsbögen für den Einsatz zur Anonymen Spurensicherung bei Männern

Erste Planungen zur Erweiterung des Vereinszwecks - zunächst zu Präventionsangeboten für Frauen - fanden 2017 statt, nachdem sich im Zusammenhang mit den Vorkommnissen der Kölner Silvesternacht 2015 ein verstärktes Bedürfnis nach Selbstbehauptung und Selbstverteidigung bei Mädchen und Frauen ergab. Zweckgebundene Spenden machten es außerdem möglich, ein Hilfsangebot für Mütter betroffener Kinder im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt einzurichten. Der Verein ist angeschlossen an den Sorgekompass des Vereins in.sorge in Düren.

2020 wurde HObAS e. V. Mitglied des Paritätischen und begann mit der Einführung der Anonymen Spurensicherung für Männer im Kreis Düren. Hierzu wurden zahlreiche Beratungsstellen kontaktiert und nach einer Fortbildung für Ärzt*innen, Personal der Notaufnahme und zwei männliche Berater der Notfallseelsorge im März 2021 offiziell im Kreis Düren eingeführt, im August kam die Kinderklinik des Marienhospitals Kreis Düren dazu für männliche Betroffene ab 16 Jahre.

 

2020: 10 Jahre Anonyme Spurensicherung im Kreis Düren, wir danken:

Für den Start den Beteiligten des Runden Tisch gegen Gewalt an Frauen des Kreises Düren, vor allem Nicole Savelsberg vom Kreisgesundheitsamt und den Leiterinnen Elke Ricken-Melchert, Doris Peitz und und aktuell Andrea Kenter.

Für den Kontakt zur Kreispolizeibehörde zum Erhalt der Spurensicherungssets dem früheren Leiter des Kriminalkommissariats Vorbeugung  und Opferschutz Charly Krämer, zur Herausgabe der Sets  Herrn Gerber, Frau Schröder und Frau Laßka der Kreispolizeibehörde Düren.

Für fachliche Beratung zum Verfahren Monika Bulin von Rückhalt e. V. Aachen (damals WIESO) und Conny Schulte von der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Bonn.

Für juristische Beratung zur gerichtsfesten und rechtssicheren Verwertung Staatsanwältin Anna Kraft, Staatsanwaltschaft Aachen .

Für die Kooperation mit der Rechtsmedizin Köln, jährlichen Fortbildungen und Mitarbeit bei der Erstellung des Dokumentationsbogens Frau Dr. Banaschak, Rechtsmedizin Köln.

Für die Übernahme der Federführung 2015 und die Kooperation der letzten 5 Jahre: der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen in Jülich mit Sabrina Dicken, Jenny Eicker und aktuell Annette Umscheid.

Für 10 jährige zuverlässige Überführung der Spuren und Proben von den Krankenhäusern zur Rechtsmedizin Köln der mkd-kurier gmbh mit Nicola Maier-Menzel und Wolf Menzel.


Auch Sie können helfen – hier erfahren Sie mehr.



 

Flyer für Menschen mit Behinderung